...besser leben...

...besser leben...



Liebe Leser,

ursprünglich war der Gedanke meines Blogs die Ergebnisse meiner Kreativität darzustellen und somit in der Bloggerwelt der Scrapperinnen und Näherinnen mitzumischen.
Aber wie schon von vornherein spürbar war, bleibt bei dieser Kreativität das Persönliche und Private nicht verborgen. Im Gegenteil, es bietet die Grundlage allen Schaffens.

Ein privater Aspekt, auch per Mini auf diesen Blog gebracht, war und ist das Projekt unserer Familie ohne Plastik zu leben.
Aufmerksam wurden wir durch den Film Plastic Planet, welcher die Auswirkungen unseres Plastikkonsums auf das Leben (auf) dieser Erde mehr als nur deutlich zeigt.
Bereits direkt nach dem Ende des Films war mir und meinem Freund klar, dass wir unseren Beitrag zu einer besseren Welt leisten möchten, geht es doch schließlich um unsere Zukunft und vor allem die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder...

Also ließen wir uns ohne große Überlegung und Vorbereitung darauf ein, es mal ohne Plastik im Bereich der Lebensmittel zu probieren.
Euphorisch gingen wir drauf los, lernten Neues kennen und lieben, wurden aber auch schnell in Vielem enttäuscht.

Der Beginn unseres Selbstversuchs liegt nun schon ein Jahr zurück.
Es gab gute Zeiten, in denen wir sehr darauf bedacht waren, plastikfrei zu leben, aber auch schlechte Zeiten, in denen wir zu faul waren oder die Umstände uns einfach leiteten, Lebensmittel in Plastik verpackt zu kaufen.

Nach wie vor ist es uns sehr wichtig, möglichst ganz darauf zu verzichten, aber nicht so, dass es zu einem totalen Zwang wird.
Wer genau darauf achtet, der merkt, dass selsbt Bioware überwiegend in Plastik verpackt ist und auch auf dem Markt wird schnell die Plastiktüte gezückt und man muss immer wieder sagen, dass man kein Plastik möchte....
Stoffbeutel sind also unumgänglich, aber auch hübsch anzusehen und bei uns mehr als nur selbstverständlich. Und sollten die nicht reichen, dann greifen wir auf Papier zurück.


Wichtig bei diesem ganzen „Ding“ ist, dass wir nicht böse aufeinander sind, wenn der Einkauf nicht plastikfrei ist. Ebenfalls ist es wichtig, sich auch Zugeständnisse zu machen.

In vielen Supermarkttheken wird es den Angestellten aus hygienischen Gründen untersagt, Ware in andere Behältnisse zu füllen oder uneingeschweißt zu verkaufen. Natürlich möchte sich der Hersteller, bzw. der Vertreiber der Ware damit nur schützen, was man auch verstehen kann.

Ein anderes Thema ist das des Bioplastiks... Natürlich habe ich mich darüber ebenfalls informiert, da dieser Gedanke an Plastik aus nachwachsenden Rohstoffen und mit schnelleren Zerfallsquoten attraktiv war und eine neue Chance darbot. Leider musste ich bei meinen Recherchen herausfinden, dass zwar die Herstellungsmaterialien umweltfreundlicher sind, aber die CO2- Produktion trotzdem hoch ist und die Gefahr der Stoffe aus dem Plastik in die Lebensmittel überzugehen auch nicht gebannt ist.

Gehen wir mal weg von den Lebensmitteln und über zu anderen Dingen....
Für uns ist es wichtig, um für ein besseres Gefühl nicht einfach das Plastik aus unserem Haushalt zu entfernen (dann landet es ja auch nur auf dem Müll), sondern bei nötigen Neuanschaffungen möglichst plastikfrei zu bleiben. Bei vielen Dingen, v.a. den Elektrogeräten hat man da keine Chance.
Aber um ein Beispiel zu nennen: Als der Wäschekorb kaputt ging, haben wir für einen Ersatz aus Zink gesorgt.

Das Thema Kosmetik, Putzmittel und Co ist ein schweres für mich. -Möchte ich doch auf gewisse Dinge nicht verzichten... Bei Seife achten wir darauf, große Nachfüllpackungen zu kaufen und diese in plastikfreie Seifenspender zu tun, bzw. habe ich mittlerweile herausgefunden, dann man in manchen Reformläden mitgebrachte Gläser auffüllen lassen kann (werde ich also zukünftig so tun). Wir hatten auch mal kurze Zeit wieder das gute alte Stück Seife. So für zwischendurch ist es mal ganz schön, aber ich steh eher auf Flüssigseife. =)
Bei den Taschentüchern kaufen wir große Packungen aus Papier und falten sie in selbstgenähte Beutel. Mein Freund setzt auf das altbewährte Stofftaschentuch. -mein Fall ist es nicht, aber ebenfalls eine tolle Möglichkeit.

Generell gilt: Geduld mitbringen! Geduld und Verständnis für Industire, Vertreiber, andere nicht-ahnende Mitbürger und SICH SELBST.
Mit der Zeit findet man heraus, in welchem Laden man was am besten besorgt. Es ist natürlich umständlich und mühevoll. Um alles zu erhalten, was ich möchte, muss ich oft in drei bis vier verschiedene Läden gehen und das natürlich mehrmals pro Woche, da wir alles frisch kaufen, bzw. ohne Auto die Einkaufsmenge nicht immer für eine Woche reicht.
Aber und das ist das Wichtigste: Es lohnt sich und fühlt sich gut an!!

Wenn euch das Thema interessiert, so habt ihr mehrere Möglichkeiten, euch damit zu beschäftigen:
Zum einen werde ich wieder öfter auf diesem Blog darüber berichten, vor allem unter den Labels „besser leben“ und „ohne Plastik leben“ sind Beiträge zu finden.

Ebenfalls gibt es andere interessante Beiträge und Blogs, um die man zum Teil nicht drum herum kommt.
Hier möchte ich euch einige zeigen, die ich mir gern mal zwischendurch anschaue, um evt. Tricks zu erfahren oder mich wieder besser daran zu erinnern, warum ich das mache:

- ein kurzer Film mit ein paar Zahlen
- "kein Heim für Plastik" (um sie kommt man nicht drum herum =)
und es gibt sicherlich noch viele mehr im Web zu finden...



In diesem Sinne freue ich mich über Besuche und Beiträge eurerseits. Macht ihr vielleicht selbst den Versuch oder habt Erfahrungen gesammelt? Dann lasst doch gern einen Kommentar hier.

Liebe Grüße und danke fürs Interesse

Eure Anni


1 Kommentar:

  1. Sehr toll geschrieben! Mein Mann und ich wollen auch versuchen, so gut es geht auf Plastik zu verzichten und mussten auch schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach ist. Selbst unsere Biokiste kommt nicht immer ohne Plastik aus! Wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe, packe ich viele Sachen gleich noch vor Ort aus und schmeiß den Müll im Supermarkt noch weg.
    Ich habe großen Respekt vor allen, die so eine Umstellung quasi von heute auf morgen hinbekommen. Es gehört soviel Vernunft und Durchhaltevermögen dazu...da stoße ich wirklich sehr an meine Grenzen. Deshalb sind deine Worte wie Honig für mich :) Es tut gut, zu lesen, dass es auch andere nicht so einfach finden :)
    Bei uns in der Nähe hat jetzt aber auch ein "Unverpackt" Supermarkt auf gemacht, der ist zwar ein klein wenig weiter weg aber mit dem Fahrrad doch gut zu erreichen. Dort werde ich demnächst mal reinschauen und hoffen, dass ich dort dann regelmäßig hinfahre!

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