13. Oktober 2016

Schreibzeit #1

Die Wolle in meinem Leben



Was ich an dieser kalten Jahreszeit ja so liebe ist, dass es einen Sinn hat, wenn ich häkel oder stricke.
Vergangenes Jahr habe ich auch im Sommer gestrickt. Es war eine schöne Beschäftigung, hat sich aber irgendwie falsch angefühlt. Kurze Hose, Top, Sonne, Sonnenbrille und dann einen Haufen Wolle auf dem Schoß. Nein, stricken gehört eindeutig in den Herbst und Winter.

Neulich habe ich das Projekt einer „Patchwork-Strick-Decke“ angefangen. Dafür habe ich kleine Quadrate gestrickt und mich mit diversen Mustern ausprobiert. Es ist so faszinierend, wie aus ein paar anderen Maschen ein wunderschönes Muster entstehen kann! Und wie oft habe ich dabei gedacht, dass es doch falsch sein muss, jetzt eine linke oder rechte Masche zu machen, oder sogar eine fallen zu lassen! Am Ende stimmte dennoch alles und hat ein tolles Ergebnis gezeigt.

Dann hatte ich letzte Woche den Fall, dass ich ein Utensilo häkeln wollte und aufgeben musste, weil die Wolle ein einziger großer Knoten war und ich nach geschätzt einer halben Stunde mit meinem Versuch den Knoten zu lösen aufgehört habe.

Wolle ist einfach ein wunderbares Material! Heutzutage gibt es eigentlich keine kratzigen Pullis mehr, sondern weiche und wunderschöne, die warm halten und Gemütlichkeit ausstrahlen.


Ich habe schon viel Wolle in meinem Leben verstrickt oder verhäkelt. Doch ich bin immer noch nichtmal bei der Hälfte angekommen (davon gehe ich zumindest aus). Manche Muster erscheinen konfus, manche sind so wunderschön! Gerade führe ich mehrere Fäden gleichzeitig. Das ist schwierig und stellt immer wieder eine Aufgabe dar! Ich bin gut organisiert, habe eine klare Anleitung im Kopf oder auf Papier, aber oft passieren eben doch Fehler oder ich zweifle daran, dass meine Anleitung funktioniert. Dennoch, auch wenn ab und zu Fehler auftauchen, die das Muster anders darstellen, als es eigentlich sein sollte, machen sie dennoch mein Werk einzigartig. Und jede Masche ist wichtig. Wenn ich eine verliere, muss ich Pause machen und wieder einen Schritt zurück gehen, aber auch wenn es in diesem einen Moment demotivierend erscheint, so lohnt es sich am Ende doch, wenn das gestrickte Ergebnis in seiner ganzen Dimension zu sehen ist. Manchmal stricke ich eher mit dunklen Farbtönen, manchmal kann es gar nicht bunt genug sein. Ich mag es, ein konstantes Muster zu haben, aber die Anleitung schreibt manchmal auch kleine Ausbrüche in irgendwelche anderen Richtungen auf. Es ist fantastisch!





Wenn du dich auch zu der Überschrift kreativ austoben möchtest, oder es getan hast, kannst du dich gern zum Thema "Die Wolle in meinem Leben" hier verlinken!




1 Kommentar:

  1. Dein Text klingt toll und ich kann mich da wunderbar drin wiederfinden. Ich kann zwar keine tollen Texte formulieren, aber "Wolle in meinem Leben" ist ein tolles Thema.Wolle ist nicht nur ein wärmendes Material. Sie ist Lebenseinstellung, Beschäftigung und schön... L.G. Claudia

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