14. Oktober 2014

Kur?!

Meine lieben Blogleser!

Im vorletzten Post habe ich ja erzählt, dass ich gerade in verschiedenen Vorbereitungen stecke. Die eine (Geburtstagswochenende) ist nun abgeschlossen, die andere erlebt heute ihren Höhepunkt: Packen für mind. drei Wochen mir zwei Kleinkindern...
 
Ich erzähle euch heute mal was:
Bei den Blogs, die man so liest, denkt man ja nie, das es den Personen, die dahinter stehen, auch mal schlecht gehen könnte.
Auch ich war lange Zeit stets bemüht, nicht durchblicken zu lassen, dass es mir nicht gut geht. Natürlich gab es hier und da mal eine kleine kurze "Krankmeldung", aber das war nur ein Bruchteil von dem, was hier hinter den Kulissen eigentlich los war. 


Seit mittlerweile einem Jahr kämpfe ich viel zu viel gegen meinen Körper an, der mir sagt, dass ich mich total übernommen habe, das ich wahrscheinlich nicht so kann, wie ich gerne wollen würde.
Das Bild der modernen Zweifachmutter, die kurz nach der Geburt weiter macht im Job oder Studium, die ihre Kinder mit links großzieht, gut aussieht und alle Termine wahrnehmen kann, an sie gestellte Anforderungen im Handumdrehen mit viel Kreativität bewerkstelligt und dann auch noch den Haushalt allein schmeißt und immer eine saubere Wohnung und gebügelte Wäsche ordentlich in die Schränke einsortiert vorweisen kann...Die wäre ich gern! Aber die kann ich nicht sein!

Mit der Geburt des zweiten Kindes kam eine ganz neue Verantwortung und körperliche Beanspruchung auf mich zu. 
Kilometerweite Spaziergänge sind toll, wenn man sich danach ausruhen kann. Aber wenn das eine Kind schreit und das zweite gern auch beschäftigt werden möchte, bleibt Mama auf der Strecke.
Ein Auto haben wir nicht. Alles, was erledigt werden muss, wird zu Fuß oder per Fahrrad gemacht. -Im Normalfall ist das gut so und ich find es toll, dass wir das durchziehen. Aber wenn man angeschlagen ist, dann würde man gern die Energie sparen.
In den ersten Monaten nach der Geburt von Nr. 2 hatte ich sehr viel Mühe und oft Kreislaufprobleme. Als er dann acht Monate alt war, ging in wieder voll zur Uni. Das heißt, vor den anderen aus dem Haus, nach den anderen wieder zu Hause zu sein (ich muss pendeln). Und wenn ich dann nach Hause kam, wollten die Kinder mich haben, was auch ihr gutes Recht ist. Die Nächte wurden kürzer, weil der Kuschelbedarf riesig war. Mit wenig Stunden unterbrochenem Schlaf ging ich wieder meinen Weg in die Uni und nur nach zwei bis drei Wochen des neuen Semesters sagte mein Körper: DU BRAUCHST NE PAUSE. DAS IST TOTALER IRRSINN, WAS DU HIER MACHST! ... indem mein Magen rebellierte oder der Kreislauf zusammenbrach.
Ich habe es weiter durchgezogen. Habe weiter studiert, auch im folgenden Sommersemester, zwar auf ein absolutes Minimum reduziert, aber ich wollte am Ball bleiben und nicht vor anderen eingestehen, dass ich mich übernahm. Das ich nicht so stark bin, wie ich anderen glauben machen möchte.

Ziemlich genau seit einem Jahr habe ich nun permanente Magenprobleme, die mich in meinem normalen Leben enorm einschränken. Nicht nur, dass ich ständig auf meine Ernährung achten muss und fast immer müde bin, ich muss oft Termine absagen, kann kaum einkaufen gehen, Zug oder Bahn fahren...
Kurz um: Ich brauch ne PAUSE und Hilfe!


Und genau die kommt jetzt! Ich habe ein Urlaubssemester beantragt und dies wurde genehmigt. Ich habe eine Kur beantragt und auch die wurde genehmigt. Und nach nun fast einem halben Jahr Wartezeit geht es morgen los!
Weit weg von zu Hause, ohne Mann aber mit beiden Kindern werde ich nun die kommenden Wochen unter Anleitung hoffenltich zur Ruhe kommen, wieder etwas Kraft tanken und endlich eine Lösung für mein Magenproblem erhalten.

Nun ist dies ein sehr langer und persönlicher Post geworden.
Ich habe natürlich für die kommenden Wochen bereits Posts vorbereitet (mit kreativem Inhalt!) und hoffe auf frische Ideen, Kraft und ein freudiges Wiedersehen!






Kommentare:

  1. Liebe Anni- von Herzen alles Gute für deine Kur! Ich hoffe, sie wird so, wie du es dir vorstellst und das du genug Freiraum zum Aufatmen und Krafttanken bekommst!

    Der Alltag mit zwei kleinen Kindern ist nicht ohne, und ja- man liest wenig auf den Blogs von den oft anstrengenden Phasen... Aber jeder hat solche Durststrecken! Ich wünsche dir, dass du deinen Blick immer mal wieder auf dich ausrichten kannst (klar, mit zwei kleinen Kindern ist das leicht gesagt...) und noch bevor es zu spät ist, bemerkst, was dir gut tut und was eben gerade warten muss (kennst du Ruth Heil? Sie hat ja 11 Kinder und schrieb mal in einem Buch, das sie mitten im Chaos der ungeputzten Wohnung, anstehendem Besuch und der turbulenten Kinder um sie herum- sich hinsetzte und in Ruhe etwas bastelte ;) )

    Eine schöne Zeit- und liebe Grüße!

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    1. Danke für die lieben Zeilen und Grüße, sowie den Buchtip!

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