6. Juli 2012

Ein bisschen mehr als einen Monat Leben ohne Plastik

Hallo ihr Lieben,

seit etwas mehr als einem Monat versuchen wir nun, ohne Plastik zu leben. Unser Fazit: Es ist nicht möglich, zu mindest nicht in unserem Rahmen der Möglichkeiten.
Wir haben in diesem einen Monat fast das doppelte an Haushaltskosten aufgebracht und das ist auf Dauer für uns nicht machbar.
Zudem haben wir bislang einfach noch nicht den Ehrgeiz auf soooo vieles komplett zu verzichten.

Wir finden den Aspekt nach wie vor super und werden versuchen den Plastikkonsum beim Einkauf so gut es geht zu vermeiden, aber es soll eben auch eine wohltuende Maßnahme sein, zur Gesundheit beitragen und zum besseren Lebensgefühl :-) ABER es sollte auf keinen Fall zu einer Qual werden und bedeuten, alle Finanzen, die uns als Familie zur Verfügung stehen nur noch für Lebensmittel in Papier und Glas verpackt aus dem Reform- und Bioladen auszugeben und dabei immer noch auf so vieles verzichten zu müssen. Das führt dann nach meinem momentanen Standpunkt zu weit.

Aber wir geben nicht auf! Wir werden uns weiterhin bemühen, diesen Monat die Ausgaben noch einmal ganz genau festahlten und schauen, was sich so ergibt...

Fest steht auf jeden Fall, dass man weitaus öfter einkaufen gehen muss und in viele verschiedene Läden.
Heute habe ich tatsächlich zusammengenommen einen gesamten Vormittag mit dem Einkauf verbracht.
Erst in den einen Laden, weil es dort das gibt und das... dann in den nächsten, da gibts das und das und dann noch auf den Markt, weil dort das Gemüse vom Bauern kommt, den man glaubt zu kennen und immer noch günstiger ist als im Biomarkt...
Puh, was ganz schön anstrengend und dann hab ich mal geguckt...
Tja, da war doch so einiges mit Plastik.
Aber auch vieles, wo ich dann überrascht wurde. Man muss einfach sagen, dass bei einer normalen Hygiene, Plastikfrei nicht geht! Ich möchte immer noch wohlriechend und mit sauberer Haut, gesunden Zähnen und ein bisschen make-up aus dem Haus gehen. Also gibt es in diesem Bereich echt vieles, worauf ich nicht verzichten will.

Ich habe mich zum Beispiel mal nach einer Naturzahnbürste umgeschaut. Gibts auch tatsächlich, allerdings kostet ein nicht so appetitlich aussehender Borstekopf schon 10 Euro und das führt für unsere Studentenkasse dann doch ein bisschen zu weit.

Hier ein Bild von den Dingen, die ich heut eingekauft habe und die in Plastik verpackt sind und es trotzdem in meine Tasche schaffen:







Auch im Lebensmittelbereich, um noch einmal darauf zurück zu kommen, verzichten wir momentan auf echt vieles, was wir bis vor kurzem noch in Unmengen verspeist haben.. Aber eins ist sicher, Butter, Margarine und Mozzarella gibts auch weiterhin!


Ein paar Neuentdeckungen... Nach dem Foto haben sich die Nudeln leider als "in-Plastik-Verpackt" entpuppt. So ein Mist!





Und so sieht ein plastikfreier (Ausnahme Butter und Margarine) Kühlschrank dann nach drei Einkaufsanlaufstellen aus! -Ich freu mich schon aufs Essen!




Somit ein schönes Wochenende!!
Liebe Grüße
Eure Anni

Kommentare:

  1. hmm die limo kaufen wir auch gelegentlich, die ist soo lecker und die kronkorken sind so schön, die habe ich für spiele in der schule gesammelt!

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    1. lustig, ich sammle auch seit der ersten Flasche...

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  2. Hallo Anni, der Kühlschrank sieht wunderbar aus. Viel schöner, als wäre das ganze Obst und Gemüse in Plastik verpackt.
    Aber du hast Recht. Das ganze sollte immer Spaß machen und keine Qual sein. Ich finde es super, dass ihr mit offenen Augen durch die Welt geht und guckt, wo man Plastik einsparen kann. Ich finde, die kleinen Schritte zählen. Und komplett plastikfrei geht ja eh nicht (noch nicht mal bei der Familie Krautwaschl, deren Buch ich gerade gelesen habe). Für mich ist es wichtig, Plastik zu reduzieren. In welchen Bereichen man das kann und in welchem Umfang, das kann individuell ganz unterschiedlich sein. Lebensumstände und regionale Angebote sind bei allen Menschen ja ganz unterschiedlich.

    Ich finde es auf jeden Fall toll, dass ihr nicht einfach aufgebt, sondern so weiter macht, dass es euch gut geht.

    Liebe Grüße
    Stella

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  3. ja, man kann nicht die Welt auf den Kopf stellen, aber kleine Teilbereiche kann man ändern. Viele kleine Schritte sind manchmal doch weiterführend, auch wenn man kaum ein Material radikal gegen ein anderes ersetzen kann, ohne nicht andere Rohstoffe, z.B. für Papier, vermehrt zu gebrauchen.
    Was wäre, wenn wir alle Autos konsequent auf Strom umstellen würden, würde es dann wieder mehr Braunkohlekraftwerke u.a. Rohstoff abbauende Aktionen und Dreckschleudern geben?
    Die Welt ist und wird kein Paradies, aber ein wenig schöner machen kann man es sich doch hier und da! Ausgewogenheit, Weisheit und viel Gelingen!

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